Freitag, 26. November 2010

Die für mich wichtigsten Aussagen aus dem LICHT DER WELT

Für mich persönlich sind die wichtigsten Aussagen, also jene, die mich in besonderer Weise berührt und getröstet haben, diese:

Vielleicht das Wichtigste: Schauen wir nicht immer nur auf Deutschland. Lassen wir uns nicht entmutigen- schauen wir auf die allumfassende Kirche:


Von Europa alleine aus betrachtet hat es den Anschein, dass sie im Niedergang ist. Aber das ist nur ein Teil des Ganzen. In anderen Erdteilen wächst und lebt sie, ist sie voller Dynamik. Die Zahl der Neupriester ist in den letzten Jahren weltweit gestiegen, auch die Zahl der Seminaris ten. Wir erleben auf dem europäischen Kontinent nur eine bestimmte Seite und nicht auch die große Dynamik des Aufbruchs, die anderswo wirklich da ist und der ich auf meinen Reisen und durch die Besuche der Bischöfe immer wieder begegne.


Tröstlich: wir leiden nicht allein. Jesus nimmt uns mit in seinen Schmerz, und unser Heiliger Vater ist in geistiger Kommunion mit allen Gliedern des Leibes Christi, der die Kirche ist, verbunden- auch mit uns.

Aber immer muss die Kirche, muss der Christ, muss vor allem der Papst darauf gefasst sein, dass das Zeugnis, das er abzulegen hat, Skandal wird, nicht angenommen wird, und dass er dann in die Situation des Zeugen, des leidenden Christus hineingerückt wird. Dass die frühen Päpste alle Märtyrer waren, hat seine Bedeutung. Zum Papst gehört nicht, dass er als glorreicher
Herrscher dasteht, sondern dass er für jenen Zeugnis ablegt, der gekreuzigt wurde, und dass er bereit ist, auch selbst in dieser Form, in der Bindung an Ihn, sein Amt auszuüben.

Die klare Aussage, daß mit uns der Heilige Vater unter den Missbrauchsfällen stark gelitten hat, daß es normal ist, wenn man im Innersten getroffen war. Daß unsere Gefühle normal waren, und wir nicht auf die Stimmen derer hören sollen, die sagen "Ach, das hat doch mit Dir nichts zu tun, warum machst Du Dich so verrückt".


Das Priestertum plötzlich so verschmutzt zu sehen, und damit die katholische Kirche selbst, in ihrem Innersten, das musste man wirklich erst verkraften. Aber
es galt, nicht zugleich den Blick dafür zu verlieren, dass es in der Kirche das Gute gibt und nicht nur diese schrecklichen Dinge.



und schließlich macht er mir und uns Mut:


Das alles hat uns schockiert und erschüttert mich nach wie vor bis ins Innerste. Doch der Herr hat uns auch gesagt, dass es im Weizen das Unkraut geben wird,
aber dass die Saat, Seine Saat, dennoch weiterwachsen wird. Darauf vertrauen wir.

Über die Freiheit:


Wir müssen wieder erkennen, dass wir nicht einfach in der Beliebigkeit leben
dürfen. Dass Freiheit nicht Beliebigkeit sein kann. Dass es gilt, eine Freiheit zu lernen, die Verantwortung ist.



Für viele ist der praktische Atheismus heute die normale Lebensregel. Es gibt vielleicht irgendetwas oder irgendjemanden, denkt man, der vor Urzeiten einmal die Welt angestoßen hat, aber uns geht er nichts an. Wenn diese Einstellung zur allgemeinen Lebenshaltung wird, dann hat die Freiheit keine Maßstäbe mehr, dann ist alles möglich und erlaubt. Deshalb ist es ja auch so dringlich, dass die Gottesfrage wieder ins Zentrum rückt. Das ist freilich kein Gott, den es irgendwie gibt, sondern ein Gott, der uns kennt, der uns anredet und uns angeht – und der dann auch unser Richter ist.

Und last but not least- etwas zur Toleranz . Sehr aufschlussreich- so habe ich das bisher gar nicht betrachtet.


Es breitet sich eine neue Intoleranz aus, das ist ganz offenkundig. Es gibt eingespielte Maßstäbe des Denkens, die allen auferlegt werden sollen. Diese werden dann in der sogenannten negativen Toleranz verkündet. Also etwa,
wenn man sagt, der negativen Toleranz wegen darf es kein Kreuz in öffentlichen Gebäuden geben. Im Grunde erleben wir damit die Aufhebung der Toleranz, denn das heißt ja, dass die Religion, dass der christliche Glaube sich nicht mehr sichtbar ausdrücken darf. Wenn man beispielsweise im Namen der Nichtdiskriminierung die katholische Kirche zwingen will, ihre Position
zur Homosexualität oder zur Frauenordination zu ändern, dann heißt das, dass sie nicht mehr ihre eigene Identität leben darf, und dass man stattdessen eine abstrakte Negativreligion zu einem tyrannischen Maßstab macht, dem jeder folgen muss. Das ist dann anscheinend die Freiheit – allein schon deshalb, weil es die Befreiung vom Bisherigen ist.
Es gibt natürlich noch viele viele andere wichtige Aussagen, Worte wie Perlen in diesem Buch, aber nach dem ersten Lesen sind diese Punkte mir besonders haften geblieben.
Danke, Benedetto!!

Kommentare:

  1. Danke, Benedetta, für diese Zusammenstellung! Diese Worte des Heiligen Vaters machen Mut, geben Kraft und weisen den Weg. Aber so soll es ja auch sein. ;-) LG, JoBo

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  2. Schliesse mich Josef Bordat voll an!
    Moedig voorwaarts!

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  3. Ja, Danke, Benedetto. Und Dank auch Dir für die Zitate. Schließe mich gern an!

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  4. Freue mich riesig fuer Euch, dass Ihr dem Heiligen Vater persoenlich begegnen durftet!
    Das wird wohl mindestens eine Woche lang kein Haendewaschen geben ;-)).

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